Auschwitz.

Sonst fallen immer ein paar Worte über die Tastatur, wenn Bilder auf Célines Blog landen. Aber bei diesen Bildern weiß ich nicht, was ich sagen soll. Und ob ich überhaupt etwas sagen soll. Und ich frage mich: Sollte man Bilder von schrecklichen Orten oder besser gesagt Orten, die mit Schrecklichem in Verbindung gebracht werden, überhaupt teilen? Hat es nicht etwas von Katastrophentourismus? Warum sollte man die Erinnerungen daran teilen? Anderen Menschen Freude oder Trost schenken werden sie jedenfalls nicht. Und Neues erzählen kann ich auch nicht. Nicht einmal das Altbekannte, weil ich mich viel zu wenig damit auskenne.
Aber es war ein wichtiger Besuch für mich in Auschwitz. Als glückliches Nachnachkriegskind und fest Glaubender an das Gute im Menschen, ist es wichtig daran erinnert zu werden, dass die Welt nicht grundsätzlich immer gut ist. Und es auch nicht selbstverständlich ist, dass ich ein solches Leben habe.
Die Sonne schien an diesem Tag über Oświęcim und die Birken ließen ihr Blätter lebendig flattern im Wind. Pionierpflanzen sind es. Solche wachsen in neu geschaffenen Lebensräumen zuallererst, weil ihre Samen besonders gut dorthin finden und sie schnell wachsen können. Birken flatterten überall und erzählen davon, dass es immer wieder einen Neuanfang gibt.