Ein Bild Ein Tag 20140114

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Wir Deutschen lieben unsere Adventszeit, nicht? Das Dunkel des Winters wird mit bunten Lichtern, strahlendem Schmuck und Wärme für einige Wochen vertrieben. Es gibt Leckereien, die es im Rest des Jahres nicht gibt. Und die Weihnachtsmärkte, die vor menschlicher Wärme nur so strotzen! Alles in allem ist die Adventszeit eine einzige Vorfreude auf Weihnachten.

Dann kommen die Feiertage, die Zeit zwischen den Jahren, Neujahr und plötzlich ist der Alltag wieder da. Wenigstens in Süddeutschland und Sachsen-Anhalt verabschiedet man sich mit einem Feiertag von der großen Sause – und schließlich auch von seinem Christbaum. Erinnere nur ich mich immer noch an die Ikea-Werbung, in der die Bäume aus den Wohnungen auf die Straße fliegen, wenn ich die gesammelten Bäume am Straßenrand liegen sehe? Es hat etwas von Vergänglichkeit und Vernunft, wenn sie da auf ihre Abholung warten. Dabei sind sie es doch, die sich am längsten auf Weihnachten vorbereitet haben.

Na, wer mag Jahresringe zählen?

Vor lauter Alltag habe ich nie darüber nachgedacht, was eigentlich aus den alten Christbäumen wird. Also habe ich eben nachgesehen. Sie werden wohl meist geschreddert und zu Kompost für Felder verarbeitet. Oder mit ihrer Verbrennung wird Energie gewonnen. Manchmal kommen sie aber auch in Zoos: als Spielzeug für die Tiere. Affen spielen dann auf den Bäumen und Elefanten kauen auf den Nadeln herum. So beginnt also die Weihnachtszeit der Elefanten erst im Januar. Ich würde zu gerne Mäuschen spielen, wenn die Dickhäuter sich nach Feierabend im Zoo auf einen heißen Fichtennadelschnaps treffen! Obwohl… Mäuse und Elefanten… vielleicht stelle ich es mir doch einfach lieber nur vor.