Ein Bild Ein Tag 20140120

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Da will man einen Brief verschicken und hadert wieder einmal mit den Öffnungszeiten der Post. Des Postamts. Der Postbank. Oder wie sie sich eben gerade nennt.
Und dann erinnert man sich, dass man Briefmarken online kaufen kann. Mit einem wunderbaren QR-Code darauf und sogar einem frei wählbaren Motiv – wenn man das denn möchte. Man muss sich sogar nicht einmal Rückgeld in 1 cent-Briefmarken geben lassen, wie das beim Post-Automaten der Fall ist! Tolle Sache, freut sich der moderne Internet-affine Briefeschreiber, kauft per paypal, druckt und schneidet aus und klebt mit Prittstift – alles auf seinen doch in dem Zusammenhang recht altmodisch anmutenden Brief aus Papier.
Dann betrachtet man sein Werk und erinnert sich daran, wie man als Kind Briefmarken in ein dickwandiges Album sortiert hat. Es waren meistens die Standard-Briefmarken und dann noch ein paar besondere: von einem Onkel, der weit gereist ist. Was war man stolz auf diese Briefmarkensammlung! Wenn man Glück hatte, hatten sogar schon Papa und Opa vor einem Briefmarken gesammelt und man durfte diese Sammlung übernehmen!
Und dann betrachtet man wieder seinen zweipunktnull-frankierten Brief. Diese Briefmarken wird doch niemand sammeln wollen! Da kann noch so sehr ein frei wählbares Motiv neben dem QR-Code gedruckt worden sein.
Beim nächsten Mal schaffe ich es zum Postamt. Zur Postbank. Zu dieser Service-orientierten gelb beworbenen Filiale der Deutschen Post AG mit den Mitarbeitern von der ehemaligen Bundespost. Und kaufe eine ordentliche Briefmarke. Versprochen.