Warum ich früher Annika heißen wollte – oder ein Ausflug zum Handlettering Kurs

Warum ich als mir als Kind gewünscht habe Annika zu heißen, weiß ich eigentlich auch nicht. Ich fand den Namen einfach toll – generell mochte ich Namen mit „A“  unglaublich gerne, so dass mein Tagebuch schließlich auch den Namen Annika bekam.
Liebe Annika,
heute war ein schrecklicher Tag! Du glaubst gar nicht, was passiert ist!….
Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich wirklich froh, dass die Zeiten des prä-, intra- und postpubertären Tagebuchschreibens vorbei sind. Nicht wegen des Tagebuchschreibens, neinnein, ausschließlich wegen der Inhalte. Wobei. Ist Blogschreiben nicht die 2.0-Version einer Tagebuch-Annika? #digitalimmigrantschreck
Nunja. Das nur als kleine Erklärung, warum mir die fabelhafte Mainzer Illustratorin Frau Annika schon durch ihren Namen sympathisch erschien, als ich das erste Mal von ihr hörte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich eine Postkarte mit einem ihrer Motive gekauft, und das ist etwa 2 Jahre her. Sie zeichnet ganz zauberhafte Kunstwerke – für kleine und auch große Menschen.
In der Zwischenzeit erschienen immer wieder schöne Handletterings im Intenet, auf Büchern – an jeder Ecke! Und ich wollte das auch gerne können! So habe ich mich auf die Suche nach Tutorials gemacht und eines schönen Tages sah ich, dass die besagte Frau Annika einen Kurs im Handlettering anbot! Das passte ganz gut, nachdem sie vor Kurzem ein Buch zum gleichen Thema heraus gebracht hatte. Der nächste Termin, an dem ich konnte, sollte in Gau-Algesheim – im Speckgürtel von Ingelheim am Rhein – stattfinden, genauer gesagt im Buchladen „Herr Holgersson“.
Letzten Samsta

g war es soweit und die Tür zu Herrn Holgerssons „Wohnzimmer“ öfnete sich. Einem Zuhause, das die literarische Figur mit den zwei fröhlichen waschechten Buchwissenschaftlerinnen und Ladeninhaberinnen Elisabeth und Jasmin teilt.
Annika erklärte uns in den folgenden drei Stunden geduldig die Kunst Ihres Schönen Schreibens und kurze Zeit später saßen wir wie zu Schulzeiten vor unseren Blättern und versuchten uns zu erinnern, wie wir früher die Buchstaben gelernt hatten. Bei Kaffee und Kichern über die eigene Unbeholfenheit flossen die Linien immer flüssiger und irgendwann versuchten wir uns dann auch an unserem ersten eigenen Projekt: einer DIN A 5 Grußkarte.
Es mag noch etwas holprig sein, aber nach nur wenigen weiteren hundert Transparentpapieren wird schon auch bei mir vielleicht noch etwas heraus kommen. Die Hauptsache ist ja der Spaß, und den hatten wir auf jeden Fall –
Danke, Annika, vor allem für die Rettung vor der zwar gehandletterten, aber doch unübersehbaren orthografischen Blamage 😀 und den wunderbaren Kurs und
Elisabeth und Jasmin für die Organisation des Nachmittags!
Hier ein paar Eindrücke davon:

Wer in der Mainzer oder Ingelheimer Gegend wohnt oder auf Visite ist, dem sei übrigens der Besuch bei Herrn Holgersson und seinen beiden „Schwestern“ sehr empfohlen: Ich habe mich selten in einem Buchladen so wohl gefühlt und eine für mich so gelungene Auswahl von kleinen Schätzen entdeckt.
Hier der Weg zu ihnen:

1 thought on “Warum ich früher Annika heißen wollte – oder ein Ausflug zum Handlettering Kurs

  1. Wow! Danke für Deinen tollen Bericht und die großartigen Fotos. Wir freuen uns sehr, dass Dir die Zeit bei uns und mit dem Workshop so gut gefallen hat. Viel Spaß mit den schönen Buchstaben ;-)!
    wünschen herrn holgerssons Schwestern 🙂

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